Weingut

Unser Weingut im weltbekannten Mittelrheintal ist ein echtes Familienunternehmen: Seit über 300 Jahren gilt unsere Leidenschaft der Erzeugung charakterstarker Weine in einem einzigartigen Anbaugebiet.

1625

Johann Martin Bastian, geboren 1625 in Stromberg, wird als Gevatter, Rothgerber und Schultheiß im Kirchenbuch von Oberdiebach, dem stromaufwärts gelegenen Nachbarort von Bacharach, genannt. Sein Sohn ist der 1688 konfirmierte und somit um 1675 geborene erste Friedrich Bastian.

1697

Friedrich Bastian (der Zweite) wird in Bacharach geboren. Er heiratet in zweiter Ehe 1753 Anna Maria Schippert. Durch ihre Erbschaft kommen die Bastians in den Besitz des Hauses „Zum Grünen Baum“ und der dazugehörigen Landwirtschaft mit Feldern und Weinbergen.

1815

Otto Friedrich Bastian (der dritte Friedrich) heiratet die Bacharacher Kaufmannstochter Henriette Lang. Diese bringt die Insel „Heyles’en Werth“ als Mitgift in den Familienbesitz ein. Neben dem Landbau betreibt man jetzt auch noch eine Schiffsmühle, die zwischen den Felsen der südlichen Inselspitze verankert ist.

1850

Ab Mitte des 19. Jahrhunderts erfährt der Weinbau am Rhein einen deutlichen Aufschwung. Der Tourismus blüht – und die Reisenden verbreiten rasch den exzellenten Ruf der hochwertigen Weine aus dem „Vierthälergebiet“ um Bacharach. Bis Ende des 19. Jahrhunderts werden die Bastian’schen Weine im Fass meistbietend versteigert.

1880

Infolge einer Erbteilung unter den drei Geschwistern werden erhebliche Teile des Weinbergbesitzes veräußert. Von beachtlichen 90 Morgen Land (ca. 22 ha) bleiben 30 Morgen übrig. Unter anderem werden die historischen Rebflächen auf der Insel zugunsten der Vieh- und Ackerwirtschaft aufgegeben.

1903

Friedrich Bastian (der fünfte) übergibt die Landwirtschaft an seine Söhne Fritz und Karl. Mit seiner Frau Elise bezieht er sein Altenteil auf der Insel. Schon 1886 wurden dort ein kleines, aber prächtiges Wohnhaus und ein Ökonomiegebäude errichtet.

1918

Fritz, der ältere Bruder, kehrt aus dem Krieg zurück. Karl ist 1916 gefallen. Mit seiner Frau Else, die er 1917 in ihrer ostpreußischen Heimat geheiratet hat, bewirtschaftet Fritz nun den Hof. Seine Strenge ist legendär – und die Fähigkeit, sein Gegenüber mit langen Monologen festzunageln, gleichermaßen bewundert wie gefürchtet.

1930

Fritz (der siebte) und seine ältere Schwester Ruth wachsen auf dem Hof auf. Sie werden schnell vertraut mit der täglichen Arbeit des umfangreichen Gemischtbetriebes mit Weinbau, Feldern und Vieh. Erst 1960 ist der Senior bereit, mit 80 Jahren den Hof an die Kinder zu übergeben.

1962

Ein Jahrzehnte währender Streit um die Insel eskaliert. Fritz Bastian muß den Teil der Insel ersteigern, der dem Witwer seiner verstorbenen Tante zusteht. Doch nicht genug damit: Die staatliche Wasserstraßenverwaltung erhebt ebenfalls Anspruch auf große Teile der Insel. Aber Fritz kann sich erfolgreich wehren. So wird die Insel in einem Kraftakt ganz zu seiner Insel. Jetzt kann er seine Vision vom wiederauferstehenden Weinbau mitten im Rhein Wirklichkeit werden lassen: Inselwein. Die Feld- und Viehwirtschaft gibt er schweren Herzens auf.

1970

Den „Grünen Baum“ betreiben die Geschwister zunächst monateweise als Straußwirtschaft. Ermutigt vom großen Zuspruch, den der gemütliche Gutsausschank am Bacharacher Marktplatz erfährt, entschließen sich Fritz, seine Frau Doris und die Schwester Ruth, ganzjährig zu öffnen.

1974

Großes Kino auf der Insel: Mit einem ausrangierten Möbelwagen taucht eine Horde unrasierter, ernster und unentwegt rauchender junger Männer in Bacharach auf. Die Insel wird zu einem der Spielorte einer sich intuitiv entwickelnden Handlung. Das Buch dazu entsteht von einem Drehtag auf den nächsten, meistens nachts. Auf diese Weise entsteht ein Kultfilm für „einsame Wölfe“. Mit dem ersten deutschen Roadmovie „Im Lauf der Zeit“ wird Wim Wenders in Cannes ausgezeichnet und international berühmt. Hanns Zischler und Rüdiger Vogler gehören seitdem zur ersten Garde der deutschen Filmschauspieler.

1975

Die Inselfähre „Bacchi Ara“ wird im Hof vom „Grünen Baum“ auf Kiel gelegt. Die ersten Jahrgänge vom neuzeitlichen Inselwein mussten noch mit dem Ruderboot ans Bacharacher Ufer gebracht werden. Jetzt erleichtert das selbst konstruierte Gefährt die Arbeit erheblich.

1987

Ein unverdrossenes Häuflein Bacharacher und Steeger Winzer nimmt allen Mut zusammen und reist 1983 als Anhängsel etlicher berühmterer Weingüter nach London zu einer Exportmesse, erwartungsgemäß unbeachtet. Nach vielen Nächten, in denen sich die Winzer die Köpfe heißgeredet und mit Riesling ausreichend gekühlt haben, gründen sie 1987 den VDP Mittelrhein. Zehn Jahre führt Fritz Bastian den Vorsitz. Der Mittelrhein betritt die große Weinbühne.

1989

Nach der Winzerlehre steigt der achte Friedrich in den Betrieb ein. Nur ein Jahr später beginnt er zum Schrecken der Eltern ein Opernstudium in München. Weib und Gesang sind wesentlich attraktivere Aussichten als Wein.

1993

Dem japanischen Kaiserpaar wird zum Menü auf dem Rhein Bacharacher Riesling serviert: vom Posten, vom Hahn, aus der Wolfshöhle und von der Insel, an der die Staatsgäste gemächlich vorbeifahren.

2005

Nach längerer Krankheit stirbt Fritz Bastian am 27. Mai 2005.

2009

Die Musik zum Wein spielt eine immer größere Rolle im Weingut. Nach einem fröhlichen Spätsommerpicknick auf der felsigen Südspitze der Insel haben zwei Köche und ein singender Winzer eine Idee: Sie verwandeln alle guten Zutaten, die sie aufbringen können, in ein genussreiches Erlebnis. Drei Mann in einem Boot sind: „Reif für die Insel.“ Doch ohne die tatkräftige Unterstützung der Frauen, Kinder und Geschwister wäre dieses Projekt niemals so erfolgreich geworden.

2010

Alles hat seine Zeit. Die Bastian Weine bekommen ein neues Gesicht. Und Friedrich Bastian kommt mit Wein und Gesang ins Fernsehen: Dem Weingut verschafft das große Aufmerksamkeit – und den Weinen einen erheblichen Zuspruch. Nebenbei gibt es noch den IF packaging design award für die mutige Neugestaltung der Etiketten.

2012

Die Vinothek wird eröffnet. Ein klarer, ruhiger Raum sorgt für die Präsentation der Weine in neuem Licht – als konsequente Ergänzung zur heimeligen, urgemütlichen Atmosphäre des Grünen Baums, die viele Gäste schätzen und anderswo kaum noch so unverstellt finden können.

2015

Am 15. März 2015 stirbt Doris Bastian im  Alter von 76 Jahren.

2015

Unser Internetauftritt bekommt Zuwachs. Die Bastian Weine können von nun an im Onlineshop bestellt werden.

Weinlagen

Herkunft und Heimat unserer Weine sind die Rebflächen in Bacharach und Steeg. Vom POSTEN über die WOLFSHÖHLE bis zum ST. JOST in Steeg erstrecken sich unsere Großen und Ersten Lagen VDP. Nach Süden und Südwesten geneigt und dadurch besonders sonnenexponiert, bieten sie den tief im devonischen Schiefergestein wurzelnden Reben ideale topografische und mikroklimatische Voraussetzungen für das Heranreifen unserer Lagenweine.

Wandern, wo der Wein wächst! Wer sich die Steillage selbst erobern möchte, folgt unserem „Orion-Steig“ und gelangt so auf die erste Höhenterrasse über der Bacharacher Altstadt, dem prähistorischen Ufersaum des Urstromtales. Hier gedeihen Scheurebe und Spätburgunder in tiefgründigen, lehmigen Kulturböden.

Majestätisch liegt der Rhein in seinem tief in den Fels geschnittenen Bett und umspült unsere einzigartige Weininsel Heyles’en Werth. Vom Heine-Blick bietet sich eine beeindruckende Aussicht auf den Weingarten mitten im Strom. Der fruchtbare, sandige Auenboden schenkt uns dort einen herzhaft erfrischenden Insel-Riesling.

  • Posten
  • Wolfshöhle
  • St. Jost
  • Heyles'en Werth
  • Weingut zum grünen Baum
  • Vinothek
  • Orion-Steig
  • Posten
  • Wolfshöhle
  • St. Jost
  • Heyles'en Werth
  • Weingut zum grünen Baum
  • Vinothek
  • Orion-Steig

Gutsausschank

Hier schlägt das Herz des Weingutes Bastian: Der Gutshof „Zum Grünen Baum“ aus dem Jahre 1421 befindet sich direkt am Bacharacher Marktplatz. Er umschließt zusammen mit dem benachbarten „Alten Haus“ und dem jüngsten Gebäudeteil an der Rosenstraße von 1825 den malerischen Innenhof.

Der gesellige Mittelpunkt ist seit jeher unsere Weinstube: In den urigen Räumen und auf den luftigen Sonnenplätzen genießt man echte mittelrheinische Weinstubentradition. Die Bastian’schen Weine präsentieren sich hier in ihrer ganzen Vielfalt und können selbstverständlich nicht nur verkostet, sondern auch gekauft werden. Genießen Sie unsere Weine zusammen mit hausgemachten Vespergerichten in einer unvergleichlichen Atmosphäre. Wir freuen uns auf Sie!

Öffnungszeiten:

Die Weinstube hält Winterschlaf.

 

 

 

 

Impressionen

Unser Weingut liegt im Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal – im Norden grüßt die Loreley, im Südosten das von den Kelten gegründete Bingen. Entdecken Sie die Schönheiten dieses kleinen, aber vielfältigen Anbaugebietes. Und den pittoresken Charme des hochmittelalterlichen Rheinstädtchens Bacharach.

Kontakt

Weingut Friedrich Bastian
Erbhof „Zum grünen Baum“
Oberstr. 63 · D-55422 Bacharach
T +49 6743 1208

Vinothek (Verwaltung)
Koblenzer Str. 1 · D-55422 Bacharach
T +49 6743 93785-30
F +49 6743 93785-33

info@weingut-bastian-bacharach.de 

Anfahrt:

Aus Richtung Rhein-Main: Von der A60 bei Bingen in Richtung St. Goar auf die B9 wechseln. Der B9 folgen (ca. 15 km) bis Bacharach. Durch eines der Stadttore hindurch zum Marktplatz an der Peterskirche.

Aus Richtung Rhein-Neckar: Von der A61 am Nahetal-Dreieck in Richtung Bingen abfahren. Dann auf die B9 Richtung St. Goar. Der B9 folgen bis Bacharach. Durch eines der Stadttore hindurch fahren bis zum Marktplatz an der Peterskirche

Aus Richtung Köln-Bonn-Koblenz: Von der A61 in Rheinböllen abfahren. Der Beschilderung „Bacharach“ folgen. Nach ca. 15 km den Ortsteil Steeg durchfahren. Der Hauptstraße durch das Steeger Tor hindurch folgen bis zur Ortsmitte Bacharach mit der Peterskirche.

 

Betreff: CUVÉE SURPRISE-Reservierung

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