Otto Friedrich (der dritte dieses Namens) und die Bacharacher Kaufmannstochter Henriette Lang, die die Insel „Heyles´en Werth“ als Mitgift in den Familienbesitz einbringt.
Neben dem Landbau betreibt man jetzt auch noch eine Schiffsmühle, die zwischen den Felsen der südlichen Inselspitze verankert ist
Ab Mitte des 19.Jhrh. erfährt der Weinbau am Rhein im Zuge des sich entwickelnden Tourismus einen deutlichen Aufschwung. Mit den Schilderungen und den Erlebnissen der Reisenden verbreitet sich auch der Ruf der hochwertigen Weine aus dem „Vierthäler-Gebiet“ um Bacharach.
Bis Ende des 19.Jhrh. werden die bastian´schen Weine im Fass meistbietend versteigert.
1903 beschließen die Brüder Fritz (der sechste Friedrich) und Karl, die Gutsweine nur noch in Flaschen gefüllt abzugeben.
In Stroh und Holzwolle eingeschlagen und in schwere eisenbeschlagenen Holzkisten verpackt verschickt man die Weine per Bahn und Schiff bis in das benachbarte Ausland.
1960 haben unser Vater Fritz (der siebte) und unsere Tante Ruth das Weingut vom Großvater übernommen. Eine Zeit gravierender Veränderungen. Die Flurbereinigung der Bacharacher Steillagen fällt in die beginnenden sechziger Jahre. Faktisch ein Neuaufbau der teilnehmenden Betriebe.
Schon früh propagiert Fritz die Abkehr vom süßen Massenwein – bacillus sacharosii, wie er es nennt – hin zum durchgegorenen markanten Terroir–Riesling. Damit legt er die Grundlage für die heutige Klassifikation unserer Weine.
Konsequent treibt unser Vater in den achtziger Jahren die Gründung des VDP-Mittelrhein voran, dessen Vorsitz er für zehn Jahre innehat.
Ein Schritt, den auch zahlreiche Betriebe außerhalb dieser Vereinigung in unserem kleinen Anbaugebiet als Startschuss für einen massiven Qualitätsschub begriffen haben.